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Höckerlinie in der Eifel. (Foto: Sebastian Schöne)

„Der Begriff „Biotopverbund“ beschreibt die Erhaltung, die Entwicklung und die Wiederherstellung der räumlichen Voraussetzungen und funktionalen Beziehungen in Natur und Landschaft mit dem Ziel, Tiere, Pflanzen, ihre Lebensgemeinschaften und Lebensräume langfristig zu sichern“ (Burkhardt et al 2004: 8). Auf diese Weise entsteht ein Netz zwischen den landschaftstypischen Lebensräumen, das Wanderung und genetischen Austausch der heimischen Arten ermöglicht.

Seit dem 18ten Jahrhundert steigt die Bevölkerung rapide an. Und mit ihr auch der Bedarf an Fläche, die zum Wohnen, Wirtschaften oder für den Verkehr benötigt wird. Diese Entwicklung führte zu einer Zersiedelung und Zerschneidung der Landschaft, die für die Fragmentierung und Isolation von Biotopen, Populationen und Arten verantwortlich ist. Früher bildeten Flüsse oder Gebirgszüge Barrieren, die die Ausbreitung von Pflanzen- und Tierarten verhinderten oder verzögerten und zu einer natürlichen Trennung von Lebensräumen und den darin lebenden Arten führten. Heute sind viele künstliche, durch den Menschen geschaffene Barrieren hinzugekommen. Gerade die hohe Zahl und der starke Ausbau an Verkehrswegen stellen für viele Tiere unüberwindbare Hindernisse dar, die nicht oder nur sehr schwer überquert werden können. Die Folge ist eine hohe Zahl an „Verkehrsopfern“ und eine Isolation der Population in immer kleiner werdende Lebensräume.

Aus diesen Gründen ist es so wichtig, dass Trittsteine, vereinzelt in der Landschaft liegende Inselbiotope, und Korridore erhalten und neu geschaffen werden.
Aufgrund der bandförmigen Anordnung der Bunkerruinen des ehemaligen Westwalls in der Landschaft und der damit zusammenhängenden Bedeutung als Verbundsystem, über das eine Ausbreitung von Fauna und Flora und ein genetischer Austausch zwischen verschiedenen Populationen erfolgen kann, haben die Bunkerruinen eine besondere naturschutzfachliche Bedeutung. Die Ruinen fungieren als Trittsteine, die eine Verknüpfung zwischen verschiedenen Habitaten ermöglichen. Sie erleichtern die Wanderung von Individuen, indem sie als Rastplatz oder Sprungbrett in einen weiteren Trittstein oder ein neues Biotop dienen. Aus diesem Grund ist es notwendig, die noch bestehenden Westwallanlagen als Biotopverbund zu schützen. Der ehemalige Westwall kann die verschiedenen Landschaftsräume als "Grüner Wall im Westen" zu einem Megabiotopverbund zusammenführen und so nachhaltig zur Artensicherung beitragen.

Die große Ausdehnung des ehemaligen Westwalls zeigt, welche Rolle die Ruinen heute als Korridorsystem für Tiere haben. Vergleichbar ist dieses Biotopverbundsystem mit dem „Grünen Band“ entlang der ehemaligen Grenze zwischen BRD und DDR.

 



Tiermonitoring an Bunkerruinen

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Fernsehbeitrag "Grüner Wall im Westen"

Beitrag über das Projekt GWIW in der Sendung "Im Grünen", SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz am 02.11.2010.

Der Grüne Wall im Westen - Bunker als ökologischer Schatz

Von Uli Paulus. (ca 4:30 min)

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